BUND Kreisgruppe Solingen
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Alte Fischzucht in Ohligs-Aufderhöhe

Ein Ort voller Möglichkeiten!

Gemeinsam machen wir aus diesem vernachlässigten Ort einen lebendigen Naturraum.

Foto vom alten Fischteich Alter Fischteich. Bildnachweis: BUND Solingen C. Ulbricht

Problem & Vision

Die Teichanlage ist in schlechtem Zustand – aber wir können sie retten!
Unser Ziel: Mehr Natur, mehr Wasserqualität, mehr Lebensraum für Tiere und Menschen.

Seit mehreren Jahren besitzt die BUND-Kreisgruppe Solingen ein ehemaliges Karpfenzuchtgelände mit zwei großen und drei kleinen Teichen. Das Grundstück wurde uns dank einer großzügigen Spende für den Naturschutz überlassen. Die beiden großen Teiche führen ganzjährig Wasser, die kleineren fallen zeitweise trocken. Umgeben von einem alten Bahndamm und schattenspendenden Erlen, bietet das Areal vielfältige Lebensräume.

Besonders der größere Teich – als geschütztes Biotop ausgewiesen – beeindruckt durch gelbe Teichrosen, Libellenvielfalt und regelmäßige Sichtungen von Eisvögeln, Graureihern und Gebirgsstelzen. Auch Nilgänse zeigten bereits Interesse. Am Ufer leben zeitweise Nutrias mit Nachwuchs, deren Einfluss auf die Vegetation wir beobachten – erste Fraßspuren an Schwertlilien und Röhrichtpflanzen sind sichtbar. Amphibien sind bisher selten, aber inzwischen findet sich im Frühjahr Grasfroschlaich in den Teichen.

Pflegearbeiten wie das Freihalten von Flächen und kleinere Reparaturen an der Hütte übernehmen engagierte Ehrenamtliche.
Aktuell entwickeln wir Möglichkeiten zur Umweltbildung für Kinder und Jugendliche.
Vor allem aber bleibt das Gelände ein wertvoller Rückzugsort für die Natur – und ein Zeichen gelebten Naturschutzes.

Unsere Lösung in 6 Schritten

1.  Bestandsaufnahme und Planung:

• Ökologische Bewertung der Teiche, Uferbereiche, Wasserqualität, Artenvielfalt
• Verlandung, Wasserregulierung, Artenrückgang
• Hydrologische Untersuchung der Wasserzufuhr aus dem Bach
• Einbindung von Experten

2.  Naturnahe Sanierung der Teiche:

• Teilweise Verlandung zulassen und Feuchtbiotope für Amphibien, Libellen und Wasservögel schaffen
• Flache Uferbereiche schaffen (wo möglich)
• Verbesserung des Wasserrückhalts durch kleine Erdwälle oder Kiesfilter
• Nährstoffarme Zonen schaffen

3.  Verbesserung der Wasserregulierung:

• Naturnahe Durchlässe durch flache Gerinne mit Kiesbetten
• Mäandrierender Zulauf und Renaturierung
• Anstauflächen für Hochwasser

4.  Förderung der Biodiversität:

• Pflanzung von Röhricht und Ufervegetation
• Anlegen von Totholzinseln und Kiesbänken
• Ansiedlung von bedrohten Arten

5.  Finanzierung und Unterstützung:

• Beantragung von Fördermittel bei Stadt, Umweltministerien, Stiftungen oder EU-Fonds für Renaturierungsprojekte
• Kooperationen mit Universitäten
• Unterstützung engagierter Bürger:innen oder Unternehmen durch Spenden oder Arbeitskraft

6.  Öffentlichkeitsarbeit und Bildung:

• Vermittlung der ökologischen Bedeutung des Projekts
• Mitmachaktionen wie Pflanzaktionen oder „Ökologische Einsätze“ für Freiwillige
• Workshops und Führungen erhöhen das Bewusstsein für Naturschutz

 

Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer Alte Fischzucht (PDF)