BUND Kreisgruppe Solingen
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Solingens Grüngürtel bewahren

Solingens Grüngürtel bewahren

Flächen schützen statt versiegeln

Der Schutz von Boden und Freiflächen gehört zu den zentralen Aufgaben des BUND – auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Auch in Solingen setzen wir uns dafür ein, wertvolle Landschaftsräume zu erhalten und eine weitere Flächenversiegelung zu verhindern.

Während einzelne Projekte wie das Ittertal große Aufmerksamkeit erhalten, betrifft das Problem die gesamte Stadt: Der Solinger Grüngürtel steht zunehmend unter Druck.

Warum der Grüngürtel so wichtig ist

Die Freiflächen rund um Solingen erfüllen zahlreiche unverzichtbare Funktionen:

  • Klimaschutz und Klimaanpassung: Böden speichern CO₂ und wirken kühlend auf das Stadtklima
  • Wasserrückhalt: Unversiegelte Flächen nehmen Regen auf und schützen vor Hochwasser
  • Artenvielfalt: Wiesen, Wälder und Bachlandschaften sind Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten
  • Erholung: Naturnahe Räume sind wichtig für Lebensqualität und Gesundheit

Wird Boden versiegelt, gehen diese Funktionen unwiederbringlich verloren.

Flächenversiegelung in Solingen – ein wachsendes Problem

Auch in Solingen werden immer wieder neue Bauflächen ausgewiesen oder bestehende erweitert. Besonders betroffen sind Bereiche im Grüngürtel, die bisher als ökologische Ausgleichsräume dienten.

Bereits früh haben Naturschutzverbände auf diese Entwicklung hingewiesen. In einer Stellungnahme des Landesbüros Naturschutz NRW aus dem Jahr 2016 wird deutlich, dass:

  • Freiraumstrukturen zunehmend zerschnitten werden
  • wertvolle Böden unter Druck geraten
  • langfristige ökologische Funktionen gefährdet sind

(Ausführungen zu Solingen: S. 27–33 der verlinkten Stellungnahme)

Auch aktuelle Planungsverfahren zeigen, dass der Nutzungsdruck auf Freiflächen weiterhin hoch ist.

Mehr als das Ittertal: Der gesamte Grüngürtel ist betroffen

Das Engagement für den Erhalt des Ittertals ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit – aber nur ein Beispiel.

Der BUND Solingen setzt sich darüber hinaus ein für:

  • den Schutz weiterer Freiflächen im gesamten Stadtgebiet
  • den Erhalt zusammenhängender Landschaftsräume
  • eine konsequente Innenentwicklung statt neuer Baugebiete im Außenbereich
  • den sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Boden

Denn: Einzelne gerettete Flächen reichen nicht aus, wenn gleichzeitig an anderer Stelle neue Versiegelung entsteht.

Unsere Forderungen

Wir fordern für Solingen:

1. Keine weitere Ausweitung in den Grüngürtel
Der Grüngürtel muss als zusammenhängender Freiraum dauerhaft gesichert werden. Neue Baugebiete im Außenbereich dürfen nicht weiter vorangetrieben werden.

2. Innenentwicklung priorisieren
Brachflächen und Leerstände nutzen statt neue Flächen zu versiegeln

3. Boden als Schutzgut ernst nehmen
Boden darf nicht länger als „verfügbare Ressource“ betrachtet werden

4. Transparente Planung
Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit bei Flächennutzungs- und Bebauungsplänen

5. Versiegelte Flächen zurückbauen
Neben dem Schutz bestehender Freiflächen braucht es auch die Rückgewinnung versiegelter Flächen.

Was Sie tun können

  • Informieren Sie sich über geplante Bauprojekte
  • Beteiligen Sie sich an öffentlichen Verfahren
  • Unterstützen Sie lokale Initiativen
  • Werden Sie aktiv beim BUND Solingen

Der Schutz des Grüngürtels ist eine gemeinsame Aufgabe.

Bodenatlas 2024

Mit diesem Atlas wollen wir auf eine Ressource aufmerksam machen, die bei der Bewältigung vieler globaler Krisen eine Schlüsselfunktion innehat: unsere Böden. Böden sind unsere Lebensgrundlage. Und doch stehen sie selten im Rampenlicht der gesellschaftlichen und politischen Debatte.

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Stellungnahme

zum Entwurf des Regionalplan Düsseldorf (RPD) vom Juni 2016

(2.Beteiligung)
Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU)
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, LV NRW (BUND)
Naturschutzbund Deutschland, LV NRW (NABU)
17. Oktober 2016

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Themenseite

Flächenverbrauch bekämpfen: Keine neuen Versiegelungen zulassen

Der BUND setzt sich bundesweit dafür ein, den Flächenverbrauch deutlich zu reduzieren. Denn jeder neu versiegelte Quadratmeter zerstört wertvollen Boden, verschärft die Klimakrise und gefährdet die biologische Vielfalt. Ziel ist eine Entwicklung ohne zusätzlichen Flächenverbrauch: Keine neuen Versiegelungen zulassen, stattdessen vorhandene Flächen besser nutzen und natürliche Lebensräume konsequent schützen.

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